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Aktualisiert am 15.06.10

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Kulturbühne







Der Letzte macht das Licht aus
Norwegen-Krimi mit Rezepten

von Ulrich Land


Es sei doch klar: ein Auslaufmodell, der Beruf des Leuchtturmwärters! Und wenn er überhaupt noch eine Chance haben wolle, hatte man ihm bedeutet, dann müsse er die Stelle auf dem Eiland vor Norwegens Westküste schon annehmen. Finn bezog also den Posten auf diesem verdammten I-Tüpfel von einer Insel. Doch er wusste, wollte er sich unentbehrlich machen, dann musste er etwas unternehmen. Und zwar schnell.

Anfang der 80er Jahre. Der Leuchtturmwärter und die alten Fischersleute Marit und Petter führen einen unerbittlichen Kampf gegen den Fortschritt. Finn fürchtet um seine Zukunft, denn sein Leuchtturm soll digitalisiert werden. Und Petter schrumpfen die Fangmengen zusammen, weil die Engländer mit ihren schwimmenden Fischfabriken das Meer leer räumen. Wäre da noch der Fährmann Gunnar. Auch er wird mit seiner altersschwachen Fähre bald auf dem Trockenen sitzen; eine Brücke soll über den Sund geführt werden. Was bleibt den Verlierern der Moderne im hohen Norden anderes, als zu ungewöhnlichen Mitteln zu greifen. Merkwürdigerweise geraten plötzlich Schiffe in Seenot und kentern. Ist das alles bloß die grausige Musik zu dem "satanischen Fest", das dem Fortschritt bereitet werden soll?

340 Seiten, ca. 14,- €,
in der Reihe “Mord & Nachschlag”
Oktober Verlag, Münster
www.oktoberverlag.de

Bestellungen über den Buchhandel oder per Email: mail@oktoberverlag.de
Interviewanfragen etc.: ulrichland@gmx.de

Ulrich Land, geboren 1956 in Köln, lebt als freier Schriftsteller in Hattingen, schreibt Lyrik, Erzählungen, Essays, Hörspiele und Funkfeatures. Seine Radiosendungen wurden mehrfach ausgezeichnet. Seit 2005 ist er Dozent für "creative writing" an der Universität Witten/Herdecke. "Der Letzte macht das Licht aus" ist sein Debütroman.




Mitgründer und Motor der Kubischu
Hellmut Lemmer wird 60 Jahre alt


1985 – Am Rande des Hattinger Stadtwaldes in bester Lage steht die Schulenburg, ein ehemals attraktives Hotel in städtischem Besitz, das langsam vor sich hin verfällt. Nach anderen gescheiterten Versuchen versucht jetzt eine breite Bürgerbewegung das Haus für Veranstaltungen, Soziokultur und als Bürgertreff zu nutzen. Die Kubischu wird gegründet. Von der ersten Stunde mit dabei ist Hellmut Lemmer.

Es gibt beachtliche Unterstützung aus den verschiedensten Vereinen, Parteien und Bürgergruppen, doch die Stadtverwaltung sträubt sich. Dass Konzept und letztlich die entstehenden Folgekosten für die Unterhaltung führen sie zu einem Nein.

Die „Kultur- und Bildungskooperative Schulenburg Hattingen e.V.“ wird zur Kubischu und arbeitet weiter. Unermüdlich werden neue Ideen entwickelt, Konzepte umgesetzt und kulturelle Veranstaltungen geboten. Da ein eigenes Haus nicht vorhanden ist, ist man besonders kreativ und innovativ bei der Auswahl der Veranstaltungsorte. Kultur wird dargeboten auf der Freilichtbühne Isenberg, am Ruhrufer, auf dem Bismarckturm, im Gethmannschen Garten, in der Fußgängerzone, im Eisenbahntunnel oder dem Parkdeck vom Karstadt-Parkhaus.
Immer aktiv beteiligt ist Hellmut Lemmer.

Die Hattinger Literatur-Tage werden 1990 ins Leben gerufen und finden in diesem Jahr zum 17. Mal statt. Namhafte Autoren kommen in unsere Stadt, wie Max von der Grün oder Josef Reding. Zahlreiche Hattinger Schreibende bekommen eine Lesebühne. Jährlich wird der Hattinger Förderpreis für junge Autorinnen und Autoren vergeben. Aus ganz Deutschland, aus Österreich, der Schweiz und weiteren Ländern kommen die jährlich bis zu 250 Bewerbungen. Junge Leute aus Bielefeld, Berlin, Wuppertal, Wien, Hamburg, Leipzig oder Freiburg haben hier im Alten Rathaus gelesen und sind ausgezeichnet worden.
Ideengeber für diese Veranstaltungen und den Förderpreis ist Hellmut Lemmer gewesen.

Ende Februar wird der Mitbegründer und Motor der Kubischu 60 Jahre alt. Die Kubischu gratuliert ganz herzlich und wünscht sich und ihm natürlich, dass Hellmut Lemmer noch lange aktiv im Hattinger Kulturbetrieb tätig ist. Seine Ideen, Planungen, eignen Lesungen, zahlreichen Kontakte und sein unermüdlicher Einsatz sollen auch weiterhin die Hattinger Kulturszene beleben.

Aus Anlass dieses Geburtstages veranstaltet die Kubischu mit Unterstützung des Hattinger Kulturbüros eine Veranstaltung am 2. März in Alten Rathaus. Hellmut Lemmer bietet Ausschnitte aus seinen Literaturprogrammen, liest Texte seiner Lieblingsautoren, erzählt und singt. Unterstützt wird er von zahlreichen Hattinger Künstlern, wie Alina Süggeler (Gesang), Martin Funda (Kabarett), Günther Wiesemann (Flügel, Schlaginstrumente), Uli Schilling, Helmut Gräbe und Julian Cassel (Gitarre), Dirk Sondermann und Michael Weidenhaupt (Text), Bernd Kalle (Saxophon) und Norbert Brückner (Klavier, Akkordeon, Posaune).

(Die Veranstaltung ist ausverkauft.)










„In der Heimat der Eisenmänner“







v.r.: Dietmar Paschen, Magda Bańska (Galeria Sztuki), Hellmut Lemmer, Zbigniew Frączkiewicz (Bildhauer), Monika Szpatowicz (Gallery of Art Legnica), Zbigniew Kraska (Direktor Galeria Sztuki) vor Bildern des diesjährigen Preisträgers beim Wettbewerb der polnischen Hochschulabsolventen 2006

zum Foto 2:

Zbigniew Frączkiewicz und sein Sohn Karol mit Hellmut Lemmer und Dietmar Paschen vor dem Steinring in Szklarska Poręba mit Eisenmännern






16.10.2006
Botschafter der Kubischu in Polen
Dietmar Paschen und Hellmut Lemmer knüpfen kulturelle Kontakte
Von einer achttägigen Reise nach Niederschlesien in Südpolen sind jetzt Dietmar Paschen und Hellmut Lemmer von der Kubischu (Kulturinitiative Hattingen Ruhr) zurückgekehrt. Sie waren eingeladen worden von Zbigniew Frączkiewicz, dem bekanntesten polnischen Bildhauer, der auch in Hattingen durch seine Eisenmänner präsent ist. Von Szklarska Poręba aus, dem früheren Schreiberhau, gelegen an den Ausläufern des Riesengebirges, besuchten sie mit ihm verschiedene Künstler und Kunstinstitutionen der Region.
So trafen sie Mitglieder des inzwischen auch international bekannten Teatr Cinema, die erst kürzlich von einer Theaterreise durch Mexiko zurückgekommen sind. Im polnischen Michalowice, abseits in Wald und Feld gelegen, leben sie in einem großen Haus, das gleichzeitig als Aufführungsort, als Probenraum und als Wohnung dient. Die Stücke zeigen häufig groteske und absurde Szenen und verstehen sich als „Aufbegehren der Phantasie gegen die Routine der Realität“. Die Kubischu-Mitglieder erörterten Möglichkeiten, diese Theatercompany zu einem Gastspiel nach Hattingen zu holen.
Auch mit der Städtischen Galerie in Legnica (Liegnitz) wurden weitere Kontakte geknüpft. Nachdem man sich im August schon in Wuppertal kennengelernt hatte, empfingen Direktor Kraska und seine Mitarbeiterinnen Magda und Monika die Hattinger nun in Legnica. In den Räumen der Galerie waren gerade die Bilder ausgewählter polnischer Hochschulabsolventen ausgestellt, für die Legnica ein wichtiger Ort für den Beginn einer künstlerischen Karriere ist.
„Wir haben viele wichtige Anregungen bekommen“, sagt Dietmar Paschen von der Kubischu, und Hellmut Lemmer ergänzt: „Wir hoffen, dass Hattingen in der einen oder anderen Form davon profitieren wird.“





Meier Andorn – ein Bürger unserer Stadt
Kubischu will mit Stolperstein an Naziopfer erinnern


Meier Andorn wurde am 28.9.1872 als Sohn einer sehr angesehenen, jüdischen Familie in Gemünden geboren. Schon als Kind machte er seinem Namen Meier, der sich vom hebräischen Wort „mejir“ ableitet, was soviel wie glänzend, erleuchtet bedeutet, alle Ehre. Er galt als wahrheitsliebend, mutig, begabt und lernte mit großem Eifer. Kein Wunder, dass er den Beruf des Lehrers ergriff.

Nach einer kurzen Tätigkeit in Brilon bezog er mit seiner ersten Frau Bella 1894 die Lehrerwohnung der jüdischen Volkschule an der Bahnhofstraße 8a in Hattingen. Schnell wurden die Andorns mit ihren drei Söhnen Hans, Berthold (Baruch) und Ludwig (Jehuda) auch in Hattingen zu geachteten Bürgern, zu deren Freundeskreis auch zahlreiche nichtjüdische Menschen zählten. Nach Ausbruch des ersten Weltkrieges leisteten die Andorns ehrenamtliche, humanitäre Hilfe.

Meier Andorn war bis 1934 hauptsächlich als Lehrer und nebenamtlicher Kultusbeamter tätig. Er war Mitglied der liberalen DDP (Deutsche Demokratische Partei), die sich für die Religions- und Gewissensfreiheit, für die Gleichberechtigung der Frau und für den Frieden einsetzte. Er unterstützte mit seiner ehrenamtlichen Tätigkeit verschiedene gemeinnützige Vereine und förderte die Hattinger Kultur und die allgemeine Volksbildung.

Das Jahr 1926 traf ihn gleich doppelt hart. Seine Frau Bella starb nach kurzer, schwerer Krankheit und die jüdische Schule wurde aus Mangel an Schülern geschlossen. Zu seinem Glück fand er eine neue Anstellung als Konrektor der israelischen Volksschule in Dortmund. 1930 heiratete er seine zweite Frau Anna, mit der er als Rentner nach Essen in die Nähe des Grugaparks umzog. Wäre die politische Lage in Deutschland eine andere gewesen, hätte man Meier und Anna Andorn beneiden können, Essen als Alterssitz gewählt zu haben.

Doch anders als Meier, der Zeit seines Lebens Andersgläubigen gegenüber immer freundlich und tolerant war, machte die NSDAP unbarmherzig Jagd auf Menschen, deren einziges Verbrechen darin bestand, Jude zu sein. Am 21.7.1942 wurden die Andorns nach Theresienstadt deportiert, wo Meier Andorn am 21.10.1943 an den Folgen der unmenschlichen Lagerhaft verstarb.

Die Kubischu möchte das Andenken an diesen ehrenhaften Mann aufrecht erhalten und stiftet der Stadt Hattingen und ihren Bürgern daher einen „Stolperstein“, der voraussichtlich auf dem Gehweg der Bahnhofstraße 8a seinen Platz finden wird. Der Termin zum Verlegen des Steins ist der 13. Dezember 2005.

Weitere Informationen unter www.stolpersteine.com







Gedankenflug - Aphorismen und Illustrationen
Hrsg.: Petra Kamburg und Jürgen Wilbert

Klartext Verlag 2005
ISBN 3-89861-435-2
14,90 Euro



Knolli, ein Teufelchen ohne Hörner

Die verzweifelten Versuche eines kleinen Teufels, besser zu werden

„Knolli!“, donnert der Höllenfürst seinen kleinen Untertan an. „Ich kann dir schon wieder keine Hörner verleihen. Du bist einfach nicht gut genug. Doch ich will dir noch eine allerletzte Chance geben. Ich schicke dich nun an die Erdoberfläche zu den Menschen. Dort wirst du dich hoffentlich bessern.“
Der kleine Teufel ist verzweifelt und weint bitterlich, denn er kennt sich in der Menschenwelt nicht aus und weiß nicht, wie er seine Aufgabe meistern soll. Ausgerechnet in diesem hoffnungslosen Moment findet ihn der zehnjährige Felix, der prompt seine Hilfe anbietet.
Ob das gut gehen kann?


E. Grunwald
W. Konerding
Knolli, ein Teufelchen ohne Hörner
2004. 144 Seiten mit 29 s/w-Abbildungen.
Paperback €9,90. Sfr 18,10
ISBN 3-8301-0660-2. Warengruppe 1250

Erhältlich in allen Buchhandlungen.



Lisa im Zauber der Harfe

Ein Roman für Kinder

von Ellen Grunwald und Wolfgang Konerding


Die zehnjährige Lisa hat nur einen Traum: sie möchte dem Vorbild des viel zu früh verstorbenen Vaters folgen und eine berühmte Harfenistin werden. Dieser Traum scheint allerdings unerfüllbar, bis zu dem Tag, an dem sie den Zauberraben Ra trifft. Die beiden werden gute Freunde und der Rabe bittet Lisa, ihm bei der Entzauberung seiner Gefährtin Lori behilflich zu sein. Ein spannendes, für Lisa nicht ganz ungefährliches Abenteuer beginnt.


Der Roman ist im September 2003 beim R.G.Fischer Verlag erschienen. Er umfasst 274 Seiten und ist für Kinder ab 10 Jahren freigegeben.


Weitere Informationen unter: http://www.funkypark.de/grunwald-konerding