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Wisława Szymborska
Männerwirtschaft
Er gehört zu den Männern, die alles selber machen wollen.
Man muss ihn lieben mit seinen Schubladen, Regalen, den übervollen.
Zusammen mit allem, auf den, in den und unter den Schränken.
Ein Ding, das für nichts zu gebrauchen ist, kann er sich nicht denken.
Bohrer, Hammer, Zangen, Meißel, Tiegel und Ampullen,
alte Regenschirme, Knäuel von Schnüren und Spulen,
ausgepresste Tuben, vertrocknete Kleister,
große und kleine Gläser, in denen trüb was geistert,
ein Sortiment von Steinen, ein Amboss, eine Zwinge,
ein Wecker und aus ihm herausgefallene Dinge,
ein toter Käfer im Seifenbecken, eine leere Flasche ohne Pfropf,
darauf ein eigenhändig gemalter Totenkopf,
kurze und lange Latten, Stecker, Dichtungen, ein Spray,
drei Wasserhuhnfedern vom masurischen Mamry-See,
einige Sektkorken gefangen im Zement,
zwei Glasstücke verrußt bei einem Experiment,
ein Haufen von Brettern und Stäbchen, Kartons und Platten,
die nützlich sein werden oder ihren Zweck schon hatten,
irgendwelche Griffe, Lederreste, Stofffetzen in Hülle und Fülle,
Schlüssel, Nägel und eine sehr knabenhafte Zwille...
Wie wär’s - fragte ich - verzichten wir auf das eine oder andere Stück?
Der Mann, den ich liebe, schaute mich an mit einem strengen Blick.
© Wisława Szymborska: Aus der Zeitschrift "NAGŁOS" Nr. 24/49/1996, Kraków.
Deutsche Übersetzung © Urszula Usakowska-Wolff und Manfred Wolff
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